Schwerpunkt Integration

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Wir leben in Deutschland in einer Gesellschaft, die in den letzten Jahrzehnten nicht nur ethnisch und kulturell, sondern auch religiös und weltanschaulich pluralistischer geworden ist. Einwanderung ist kein vorübergehendes Phänomen, sondern fester Bestandteil unserer gesellschaftlichen Realität. Für mich sind Integration und Völkerverständigung Aufgaben, die alle Mitglieder unserer Gesellschaft angehen. Sowohl Einheimische als auch Eingewanderte sind in gleicher Weise in der Verantwortung, sich für ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander einzusetzen.

Im Kern geht es um die Verständigung über die Grundlagen und Regeln des Zusammenlebens zwischen der lang ansässigen Bevölkerung und den in sich wiederum sehr unterschiedlichen Gruppen von Zuwanderern. So gesehen verstehe ich Integration nicht als eine einseitige Übernahme einer vorgefundenen Ordnung, sondern vielmehr als einen ständigen dialogischen Prozess zwischen der Aufnahmegesellschaft und den Zugewanderten. Demzufolge stehen wir vor der Herausforderung, unsere pluralistische Gesellschaft so zu organisieren, dass sich das in ihr steckende Potenzial zum Wohle aller auswirkt.

Mein Ziel ist das gleichberechtigte, von gegenseitiger Wertschätzung geprägte Zusammenleben aller Menschen – unabhängig von ihrer Herkunft, Religion und sozialem Status, in einer am Grundgesetz ausgerichteten Rechts- und Wertegemeinschaft, die für Einheimische und Zugewanderte die selbstverständliche Grundlage für ein freiheitliches Zusammenleben bilden muss.

Ich bin davon überzeugt, dass dieses Ziel ohne landesrechtliche Vorgaben nicht zu erreichen ist. Darum trete ich dafür ein, dass in Hessen sowohl ein Landesintegrationsgesetz als auch ein Antidiskriminierungsgesetz verabschiedet werden.